Das Arbeiten mit Licht übt eine besonders starke Faszination auf mich aus. Es schult die Wahrnehmung und erlaubt einem sowohl technisch präzise vorzugehen, als auch viele verschiedene Möglichkeiten experimentell auszuloten.
Meine Sammlung befindet sich auf Flickr.
Manchmal reichen eben Begriffe, wie beispielsweise „Arbeit“ oder „Auftrag“, nicht mehr aus, um die Dimensionen zu beschreiben, die eine Idee angenommen hat. Und dann wird es ein „Projekt“ – ja!
Ein Projekt, an dem ich gerne gearbeitet habe, war das Plakat zu dem Thema „Heimat“. Ein Projekt, das hingegen noch nicht abgeschlossen ist und in gedruckter Form vorliegen soll, ist Die Odyssee in 16 Piktogrammen.
Als Begleiterscheinung meiner Projekte, erweisen mir Illustrationen in Form schmückenden Beiwerks, Abstraktion oder Konkretisierung stets gute Dienste.
Streng genommen, könnte man sie auch weglassen, weil ja bereits alles gesagt ist. Allerdings hieße das, spießigerweise auf mehr Salz in der Suppe zu verzichten.
Das Plakat zum Thema „Heimat“ verknüpft dieselbe mit dem einzig logischen Ort, dem Kopf.
„Heimat“ erscheint einem nicht nur beim Versuch der Erklärung als eigentümlicher, schwer fassbarer Begriff, auch die Gestaltung eines Heimat-Bilds stellt einen rasch vor das Problem, die Vielzahl verschiedener Vorstellungen von Heimat – Erinnerungen, Kindheits-Erlebnisse, Herkunft, Sprache et cetera – nicht auf einen Nenner bringen zu können.
Dass es sich jedoch vorwiegend um Vorstellungen handelt, die nicht auf einen gemeinsamen Ort und einen Gedanken beschränkt sind, erschließt gleichzeitig die Möglichkeit, dass Heimat etwas sein müsse, dass sich am besten als Utopie beschreiben ließe.
Der Zugang erfolgte über deutsche Nachkriegsliteratur, um eine Sicht auf das Thema abseits naiv-idyllischer Landschaftsillustrationen zu gewinnen und gleichsam eine Umschreibung dessen, „worin noch niemand war: Heimat.“ [Ernst Bloch] Um den ideellen Charakter des Inhalts zu verstärken, wurde bei der Gestaltung auf die Verwendung komplizierter Formen und Muster verzichtet. Stattdessen setzen sich die auf dem Bild befindlichen Elemente aus geometrischen Grundformen zusammen.
Bei der Gestaltung der Schrift wurde auf eine Kombinationsschrift nach Josef Albers, bestehend aus den Grundelementen Kreis, Viertelkreis und Viereck, zurückgegriffen, um eine harmonische Beziehung zum Hauptelement, dem Kopf, herzustellen.
Raster und Stütze der Komposition bildet eine Bild-Drittelung mit Hilfe des goldenen Schnitts.
Eine bunte Mischung verschiedener Symbole [links] und ein entwickeltes Schema reduzierter Symbole [rechts], dass der Überarbeitung der Piktogramme dienen soll.
Das Kreuz, als Schnittpunkt von zwei Linien, steht für einen bewaffneten Konflikt oder überhaupt erst einen Konflikt, der nur mit Gewalt gelöst werden kann. Das Sechseck mit seinen Facetten steht für die Begegnungen, bei denen Odysseus und seine Mannschaft, sofern noch vorhanden, in vielseitige Wechselwirkung mit ihrem Umfeld treten. Der Kreis, als perfekter und idealer Körper, steht für göttliche Ratschlüsse, Prophezeiungen oder Weissagungen. Das Dreieck bedeutet eine Gefahr, der sie sich auf ihrer Reise bewusst aussetzen, um die Irrfahrt zu verkürzen. Und das umgedrehte Dreieck, als gegenteiliges Symbol, steht schließlich für ein Verbot, dessen sie sich widersetzen und somit den verlauf der Reise negativ verändern bzw. die Irrfahrt verlängern.
Auf diese Weise entsteht zunächst ein interessantes Muster, das dem Nicht-Eingeweihten wie dem Eingeweihten gleichermaßen Rätsel aufgibt, andererseits die Odyssee sehr vereinfacht darstellt und durch Weglassen komplizierter Bilder, Motive und Details den Verlauf der Reise leichter verständlich macht. Es bildet sich nicht nur ein Muster enigmatischer Faszination, sondern auch ein interessantes Handlungs-Schema heraus.
Grafiken für Computerspiele anzufertigen ist eine gute Übung in der Konzentration auf das Wesentliche einer Sache.
Die Wahl der Farben beschränkt sich auf eine kleine Farbpalette und die Größe ist – wie in Maxis´ Städtebau-Simulation „SimCity 2000“ aus dem Jahre 1994 – durch winzige Kacheln zu etwa 128 Pixeln vorgegeben, sowie in der Höhe begrenzt. Außerdem sollen alle Objekte von der gleichen Seite beleuchtet werden. Diese Regeln sind notwendig, um einen stimmigen Gesamteindruck zu erzeugen und ringen einem während des Zeichnens immer wieder Entscheidungen ab.
Zu sogenannten „Tilesets“ zusammengefasst, zeigen die Gebäude an, was in der Stadt passiert und geben, sofern es nicht offenkundig ist, durch die Farbe ihrer Randbegrenzung zusätzlich einen Hinweis darauf, ob es sich beispielsweise um ein kulturelles Angebot (violett) oder um ein Gewerbegebiet (blau) handelt.